Oscar-Verleihung 2016

Nicht nur eitel Sonnenschein

Wenn auch die diesjährigen „Oscar-Verleihungen“ erst am 28. Februar (im Dolby-Theater in Hollywood) stattfinden, so wirft die Veranstaltung bereits jetzt ihre Schlagzeilen voraus. Gemeint sind dabei nicht nur die Nominierungen, sondern auch eine Empörung darüber, dass in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge ausschließlich schwarze Schauspielerinnen bzw. Schauspieler nominiert sind. Die Folge ist, dass eine Reihe schwarzer US-Filmemacher und Schauspieler wie zum Beispiel wie Spike Lee und Jada Pinkett Smith (die Ehefrau von Will Smith) die Veranstaltung deshalb boykottieren wollen. So schrieb der Regisseur, Produzent und Schauspieler Spike Lee in einem Beitrag auf Instagram unter anderen: „wie ist es möglich, dass das zweite Jahr in Folge alle 20 Nominierten für die Schauspieler-Kategorie weiß sind? Können wir nicht schauspielern?“ Jada Pinkett Smith, deren Mann Will die Hauptrolle in „Erschütternde Wahrheit“ spielt und gleichfall nicht nominiert wurde, schrieb auf Facebook: „bei den Oscars dürfen wir immer gerne die Trophäen überreichen und die Leute unterhalten, aber unsere künstlerischen Leistungen werden selten anerkannt.“ Auch die afroamerikanische Präsidentin der Oscar-Akademie, Cheryl Boone Isaacs, äußerte sich in betrübt über die fehlende Vielfalt bei den Nominierten. So schrieb sie in einem Beitrag, dass sie untröstlich und frustriert sei. Und sie schrieb weiter: „es ist Zeit für große Veränderungen.“ Ob sich das die Akademie zu Herzen nimmt? Zumindest entscheiden deren ca. 6000 Mitglieder über Oscar-Nominierungen und die Oscar-Gewinner.

Wer ist nominiert worden?

Als größter Favorit geht in diesem Jahr der Western-Thriller „The Revenant“ mit Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio ins Rennen. Insgesamt wurde er für zwölf Oscars nominiert. Für einen Oscar als beste Schauspielerin geht Cate Blanchett („Carol“) als Favoritin ins Rennen. Auszug aus den anderen wichtigsten Nominierungen: Beste Regie: Tom McCarthy (Spotlight), bester Nebendarsteller: Christian Bale (The Big Short), beste Nebendarstellerin: Jennifer Jason Leigh (The Hateful Eight), bester fremdsprachiger Film: Son of Saul“ (Ungarn). Insgesamt werden Oscars, die offiziell „Academy Awards“ heißen, in 24 Kategorien vergeben.

Jubiläumsstaffel des Dschungelcamps

Worin liegt das Erfolgsgeheimnis der Sendung?

Dass Prinz Philip, der Gemahl von Queen Elisabeth, die englische Version von „Dschungelcamp“ (Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!) zu einer seiner absoluten Lieblingssendungen im TV erkoren hat, überrascht sicherlich niemanden. Schließlich ist er für seinen zuweilen etwas skurrilen Geschmack bekannt. Woran es allerdings liegt, dass auch in diesem Jahr – wie schon seit zehn Jahren – wieder einmal Millionen von Zuschauern mit schon fast unerträglich Spannung auf die diesjährige Staffel wartet und zumindest indirekt dabei sein wollen wenn die „grüne Hölle“ ruft, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Liegt es an der Schadenfreude, an dem Treppenhauscharakter der Sendung oder vielleicht doch an den Unterhaltungswert? Hier stehen selbst TV-Psychologen vor einem Rätsel. An den Teilnehmern der von RTL ausgestrahlten Reality-Show kann es sicherlich nicht liegen, denn es handelt sich wie in allen bisherigen neun Staffel ausnahmslos um etwas aus dem Rampenlicht verschwundene B-Stars oder Möchtegernstars, die ansonsten wohl keinen oder keinen mehr vom Hocker reißen.

Wieder hohe Einschaltquoten?

Wie dem auch sei, die TV-Quoten haben RTL bisher immer recht gegeben. Diese lagen fast immer um die fünf Millionenmarke. Allerdings war im vergangen Jahr erstmalig ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dieses dürfte wohl den Sender dazu bewogen haben, für die Jubiläumsstaffel, die am 15. Januar 2016 beginnt, die Regeln zu ändern. In den vergangenen verbrachten die Kandidaten immer einige Tage gemeinsam in dem gleichen Hotel. Nun werden sie aber in verschiedenen Hotels unter gebracht. Damit soll verhindert werden, dass sich die „Promis“ absprechen und es im Camp dann vielleicht viel zu gesittet vorgeht. Mittlerweile stehen auch die Teilnehmer der 2016-Staffel fest. Zu der Damenriege gehören Brigitte Nielsen, Jenny Elvers, Helena Fürst, Sophia Wollersheim und Nathalie Volk. Bei den Herren müssen Gunter Gabriel, Thorsten Legat , Menderes Bagci, David Ortega Arenas, Jürgen Milski, Ricky Harris und Rolf Zacher im Dschungel ihre Männlichkeit beweisen. Also insgesamt wieder einmal alles Namen, die im Showgeschäft zu der Crème de la Crème gehören!

Das Ende einer großen TV-Karriere?

Stefan Raab verabschiedete sich von fast vier Millionen TV-Zuschauern

Ist die TV-Karriere des großen Entertainers Stefan Raab wirklich zu Ende? Mit den eher bedeckten Worten: „Machen Sie’s gut, vielen Dank, ich hoffe, Sie hatten ein bisschen Spaß“ verabschiedete sich vergangenen Sonntag Stefan Raab in seiner Show „Schlag den Raab“ von seinem TV-Publikum. Dass in der Show noch ein Kandidat mit einer Million Euro nach Hause gehen konnte und weitere 500.000 Euro aus dem Jackpot verteilt wurden, geriet dabei eher zur Nebensache. Für seine treuen Anhänger waren sicherlich der nicht enden wollende Konfettiregen, ein Spalier stehendes Produktionsteam und ein lange in die Kamera winkender Stefan Raab in die Kameras interessanter. Dieses wohl nicht nur für das Studiopublikum, sondern auch für die fast vier Millionen Zuschauer, die zu Hause an ihren Bildschirmen bei einer fast sechsstündigen Show bis nach Mitternacht ausharrten. So schaffte Raab es, seinem Haussender ProSieben den Abschied von ihm zu versüßen. Der Sender konnte sich über einen Marktanteil von 17,4 Prozent freuen. Bei der für ProSieben besonders interessanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurde sogar ein Marktanteil von fast dreißig Prozent erreicht, etwas was in der Nacht alle anderen Sender in den Schatten stellte.

Gibt es Nachfolger?

Trotz allen dürfte ProSieben über Raab´s Abschied nicht glücklich sein, denn ein Nachfolger für die Vielzahl seiner Shows steht noch nicht fest. Zwar wird über mögliche Kandidaten spekuliert – zum Beispiel Joko & Klaas, Lena Gercke, Jeannine Michaelsen und Palina Rojinski – aber es steht noch nicht einmal fest ob sich ein Millionenpublikum weiter auf Showveranstaltungen wie die Wok-Weltmeisterschaft, den Wettbewerb Schlag den Raab, das TV total Turmspringen sowie verschiedene Stockcar-Rennen, eine Reihe von Poker-Nächten, einen Eisfußball-Pokal und die Autoball-Europameisterschaft freuen können.

Als Multimillionär in Rente

Und Stefan Raab selbst? Irgendwie kann man sich nicht vorstellen dass er sich wirklich endgültig in einem Alter von „nur“ fünfzig Jahren zur Ruhe setzt. Zwar hatte er ein solches schon vor Jahren angekündigt, zu vielfältig waren jedoch seine Aktionen. Entertainer, Showmaster, Songwriter, TV- und Musikproduzent und Unternehmer sind nur einige Beispiele. Und alle seine Auftritte waren irgendwie immer mit Erfolg gekrönt. Aber vielleicht hat auch dieses dazu geführt, dass er im Ruhestand eine weitere Berufskarriere starten kann: die eines Multimillionärs!

Phänomen Adele

Triumphales Comeback

Mit ihrer Stimme verzaubert sie Millionen und die Verkaufszahlen ihre Songs brechen einen Rekord nach dem anderen. Die Pop-, Soul- und Jazz-Sängerin Adele (Adele Laurie Blue Adkins) gehört wohl zu den größten Song-Phänomenen dieses Jahrhunderts. So verkaufte sie bis zum Jahr 2012 über 50 Millionen Tonträger und gilt schon alleine damit als eine der erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit. Dass sie unter anderem bereits den Oscar, den Golden Globe und mehrfach den Grammy gewonnen hat, bestätigt ihre absolute Ausnahmestellung. Alleine ihr Titelsong zu dem James Bond Film „Skyfall“ verkaufte sich über zwei Millionen Mal. Allerdings mussten ihre Fans lange warten um wieder ein neues musikalisches Werk von ihr zu hören, doch jetzt hat sie sich mit ihrem Hit „Hello“ und ihrem Album „25“zurück gemeldet und feiert ein triumphales Comeback. Dabei kann sie mit ihrem Song „Hello“ problemlos mit ihren äußerst erfolgreichen Balladen „Someone Like You“ und „Set Fire to the Rain“ mithalten. Hier von einem wahren Ohrwurm zu sprechen, ist sicherlich nicht übertrieben.

Alle Tickets bereits vergriffen

Ihre Fans in Deutschland freuen sich schon jetzt auf die Auftritte bei ihrer Deutschland- Tournee im Mai 2016. Hier wird Adele je zwei Auftritte in Berlin, Hamburg und Köln haben. Allerdings ist diese Freude bereits jetzt getrübt, denn bereits wenige Minuten nach dem Verkaufsstart der Karten waren alle angebotenen Kontingente bereits ausverkauft. Dieses führte und führt immer noch dazu, dass in diversen Ticketbörsen und Online-Plattformen die Preise für Tickets unaufhaltsam steigen. Bereits jetzt werden Tickets zu Wucherpreisen bis zu 1000 Euro und mehr angeboten. Auch in anderen Ländern, in den Adele auftritt, sieht es nicht besser aus. So gab es zum Beispiel für ihre Auftritte in Irland, die im Februar und März 2016 stattfinden werden, innerhalb von Minuten keine Karten mehr. Dass man den Superstar am 06.12.2015 live in dem von Günther Jauch moderierten Jahresrückrückblick 2015 erleben durfte, war sicherlich nur ein ganz kleiner Trost für Millionen von enttäuschten Fans, die sich kein Ticket für ihre Deutschlandtournee im nächsten Jahr sichern konnten.

Naidoo: Einmal Stockholm und zurück

Possenspiel um Xavier Naidoo

Possenspiel um den Soul- und R&B-Sänger Xavier Naidoo. Es ist gerade einmal drei Tage her, als sich Internet-User erstaunt die Augen rieben: die Meldung, dass beim kommenden Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm, das im Mai 2016 stattfindet, Xavier Naidoo für Deutschland antritt, überraschte selbst eingeschworene Naidoo Fans. So vermeldete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) für viele überraschend, dass die ARD ihr bisheriges Konzept ändert und keine nationale Vorauswahl mittels eines Votums der TV-Zuschauer trifft. Vielmehr wurde von der ARD direkt und ohne Beteiligung der Zuschauer Xavier Naidoo nominiert. Die Auswahl hierfür hatte der Norddeutsche Rundfunk (NRD) getroffen, verkündet wurde die Nachricht von Thomas Schreiber, dem Unterhaltungskoordinator der ARD. Schreiber gab dabei folgendes Statement ab: „Naidoo ist ein Ausnahmekünstler sei, der seit zwanzig Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben habe. Aufgrund dessen sei er direkt nominiert worden“. Gleichzeitig forderte Schreiber die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands auf, für Xavier einen Song für das ESC zu schreiben. Dieses heißt dann mit anderen Worten, dass die TV-Zuschauer immer noch mitentscheiden sollten dieses allerdings nur hinsichtlich der Auswahl des Songs, mit dem Naidoo beim nächsten ESC ins Rennen gehen soll.

Shitstorm im Internet

Die Nachricht über die Direktnominierung von Naidoo war noch keine Stunde alt, als im Internet ein „Shitstorm“ einsetzte, der sich gegen die Nominierung richtete. Angegriffen wurden dabei weniger die musikalische Qualität von Naidoo als vielmehr eine Reihe von rechtslastigen Äußerungen, die dem Musiker in der Vergangenheit zugeschrieben wurde. Von diesen Reaktionen zeigte sich sowohl der NDR scheinbar überrascht. Dennoch wurde nunmehr der Druck scheinbar zu groß und der NDR zieht die Nominierung zurück. In einem neuen Statement von Schreiber heißt es nunmehr: „Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist. Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt“.